Montag, 5. November 2007

Ich komme ja gar nicht mehr hinterher...

...mit dem Berichterstatten. Letztes Wochenende war durchaus ereignisreich. Doch zunaechst moechte ich heute noch ein paar Kleinigkeiten abarbeiten, die im Lauf der Zeit liegengeblieben sind. Da waere zum Einen das Beweisphoto, dass die Grundreinigung, die anscheinend in meinem Wohnheimszimmer durchgefuehrt wurde, nichts an der Tatsache aendern konnte, dass sich die Kakerlaken dort richtig wohl fuehlen:

Und das sind nur 2 der 5 Klebefallen die ich aufgestellt hatte. Gut, ich muss ja auch ehrlich zugeben das in den Anderen nicht ganz so reges Treiben herrschte. Ich hoffe ich hab die jetzt alle erwischt. Ich habe ja zusaetzlich auch Fallen mit Langzeitgift aufgestellt, das sollte den Viechern doch ein fuer alle Mal den Garaus machen.
Was Thema Nummer zwei anbetrifft moechte ich Euch zunaechst ohne Worte die Bilder praesentieren:


Haeh, denkt der Markus etwa darueber nach Vater zu werden? Ist da vielleicht schon ein Kind im Anmarsch? Schaut er sich deshalb nach Kinderwagen und Stramplern um? Weit gefehlt meine Lieben! Der Markus war im Hundefachgeschaeft. Was ihr da seht, sind alles unabdingliche Accessoires fuer den vierbeinigen besten Freund des Menschen. Und mal ehrlich, wer koennte bei diesen strahlenden Farben widerstehen. Ich frage mich, wie die Menschheit es bisher geschafft hat, ohne diese Dinge auszukommen.
So, fuer heute ist leider auch schon wieder Schluss, da ich noch meine Alien Registration Card abholen muss. Otherwise, you will be subject to penalty. Da kennen auch die Japaner keinen Spass. Aber ihr koennt Euch schon auf viele atemberaubende Bilder und witzige Videos freuen. Ich sage nur lebendes Essen und Fussgaengerzone/Hauptverkehrsstrasse!

Montag, 29. Oktober 2007

Berichterstattung vom Wochenende

Hallo zusammen. War ja mal wieder Wochenende, und da gibt es natuerlich wiedermal ein bisschen mehr zu erzaehlen. Aber erst mal ein Nachtrag von letzter Woche, Thema: die eifrig arbeitenden Japaner. Ja, prinzipiell tun sie das auch, aber dann brauchen sie halt ihre "kreativen Pausen". Und das sieht dann so aus:

So, jetzt aber zum Wochenende. Gab zwar einen kleinen Taifun, aber deshalb bleibt der Markus doch nicht Daheim. Hab mich mit der Conni in Otemachi getroffen. Als ich dort ankam war ich dann so nass, dass ich mich im Starbucks erstmal wieder aufwaermen musste. Da haben wir dann auch Kriegsrat gehalten, was wir beim dem bescheidenen Wetter eigentlich unternehmen sollen. Wir sind dann erst ins Touristeninformationszentrum und haben uns danach auf die Suche nach der Godzilla-Statue in Ginza gemacht. Als wir dann beide klitschklatsch nass waren (= nach 2 min Fussmarsch) und die doofe Statue nicht gefunden haben, sind wir ins Sony-Building. Da habe ich dann auch meinen zukuenftigen Fernseher gefunden.

Ich kann Euch nicht sagen, warum der auf dem Photo so klein aussieht. Der ist wirklich riesig und die Bildqualitaet ist einfach unbeschreiblich. Ueberhaupt gab es da ein paar sehr nette zukuenftige Sony-Produkte zu bestaunen. Und wir sind wenigstens wieder ein bisschen trocken geworden. Etwas leid getan hat mir nur der Mann, der mit einem Wischlappen bewaffnet die ganze Zeit hinter mir hergelaufen ist ;-) So, dann war es auch schon Zeit fuers Abendessen, mein erstes Tempura. Da ich von Euch allen ja immer nur Hohn und Spott fuer meine Fixiertheit auf die kulinarischen Genuesse Japans ernte, werde ich an dieser Stelle auf Details verzichten und die Bilder fuer sich sprechen lassen.

Abends war dann Helloween-Party im Wohnheim. Von 7-11 Uhr, da ist Zapfenstreich und da gibt es auch keine Ausnahme. War ein bisschen bloed, dass ich erst um halb 11 dort hin bin. Es waren aber noch genug Leute motiviert, und so wurde die Party einfach in eines der Wohnheimszimmer verlegt, nachdem im Combini noch ein paar Sixpacks gekauft worden waren. Und jetzt kommt der Ueberhammer: Ich hab nen Franzosen kennengelernt der perfektes (!) Englisch spricht. Und das meine ich so wie ich es sage: perfekt. Ich haette dem auch abgenommen, dass er Brite ist. Ich haette ja gedacht, dass Franzosen von der Anatomie ihrer Stimmbaender her gar nicht in der Lage sind Englisch ohne Akzent zu sprechen. Aber Florian ist in jedem Fall die Ausnahme, die die Regel bestaetigt. BE vom Feinsten. Bin richtig neidisch! Und auch sonst waren da noch ein paar nette Leute unterwegs, mit denen man durchaus mal was unternehmen kann. Bis zu diesem Zeitpunkt musste ich leider davon ausgehen, dass in dem Wohnheim nur amsamstagumhalb11beioffenemfenstertonleiternaufdemsaxophondudelnde Nervensaegen wohnen. Yokatta! Achso, vielleicht wenigstens ein Bild von der kleinen After-Party-Party:

Absolutes Highlight war jedoch definitiv Sonntag. Da habe ich mit Tabita einen wunderschoenen Tag am Meer verbracht. Naja, Tag ist uebertrieben, bis wir dort waren hatte dann doch schon die Abenddaemmerung eingesetzt. Aber eigentlich war auch gerade das ein Glueckstreffer, denn dadurch gibts natuerlich ein paar atemberaubende Photos. (Gut, die Qualitaet ist nicht immer der Hammer, ich hab die Kamera einfach noch nicht ganz im Griff)
Besonders fuer den Pete sind die sicherlich auch interessant, denn ich wuerde mal sagen, dass das Shounan Institute of Technology da irgendwo in der Naehe sein muss.





Den Leuten die sich jetzt fragen "Isser das?" sei gesagt "Ja, das ist der Fujisan" War wirklich sehr schoen und idyllisch dort. Ein schoenes Plaetzchen um dem manchmal etwas hektischen Tokyo zu entkommen. Aber auf dauer koennte es vielleicht etwas oede sein, Pete. Aber Wellenreiten war da ganz gross, solltest mich also doch besuchen kommen, Philipp.
So, und zum Abschluss gibt es noch ein Photo von meinem neuen Lieblingsbahnhof. Enjoy:

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Bibelkreis


Weniger als 1% der Japaner sind Christen. Dementsprechend war ich etwas ueberrascht als ich ueber obigen Aushang am schwarzen Brett gestolpert bin. Zugegeben, mein Japanisch koennte ein paar zusaetzliche Trainingseinheiten gut vertragen. Aber mit der Bibel? Warum nicht gleich "Japanisch lernen mit der japanischen Verfassung"? Ich fand die Bibel schon auf Deutsch immer etwas unverstaendlich und sehr anstrengend zu lesen. Dementsprechend fand ich ja auch das Angebot "Deutsch lernen mit der Bibel" der christlichen Gruppen in Stuttgart immer etwas mutig. Und mit Japanisch funktioniert das doch bestimmt gleich gar nicht. Die ist doch bestimmt mit Kanjis geschrieben, da brauch ich ja pro Zeile eine Stunde bis ich das verstanden habe. Da finde ich das Konzept "Japanisch lernen mit Mangas" doch schon sehr viel vielversprechender ;-). Sollte ich auch noch ueber das Angebot "Japanisch lernen mit dem Koran" stolpern, werde Euch natuerlich umgehend informieren.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Field trip


Gestern habe ich an einem Fieldtrip zum AIST (National Institue of Advanced Industrial Science and Technology) teilgenommen. Waere sicherlich hoellisch interessant gewesen, wenn vielleicht ein bisschen mehr Englisch gesprochen worden waere. Aber die Japaner sind in dieser Beziehung halt ein bisschen wie die Franzosen ;-). Photos habe ich leider auch nicht so viele, weil a) vieles nicht photographiert werden durfte und b) wir uns dort wo man dann photographieren durfte nur kurz aufgehalten haben. Als ich dann einen Sproessling des Baumes photographiert habe, der Newton zu seiner Gravitationstheorie ispiriert hat, haette mich dei Gruppe fast abgehaengt.
So, und jetzt war der Ryu (eigentlich Ryudo, aber ich soll Ryu sagen weil das einfacher ist) auch mal wieder da, so dass ich Euch ein update zur Gruppenzusammensetzung "meiner Jungs" geben kann. Ryu (links im Bild) ist uebrigens ein sehr geiler Name wie ich finde, das heisst naemlich Drache.

Vielleicht mag ich Ihn auch deshalb besonders gerne. Ausserdem hat er sich meinen Respekt auch dadurch verdient, dass er eine wirklich bildhuebsche Freundin hat, die nicht nur 3 Jahre aelter ist als er, sondern darueberhinaus auch noch die Kohle nach Hause bringt ;-)
Natuerlich koennte es aber auch damit zusammenhaengen, dass er mir aus Osaka Bananenkuchen mitgebracht hat ;-). Hehe, man muss naemlich gar nicht in Japan rumreisen, um in den Genuss verschiedener lokaler Spezialitaeten, man kann einfach auch andere fuer sich arbeiten lassen.

So, an dem Bild koennt ihr auch ganz schoen eine weitere Eigenart der Japaner erkennen: Alles muss so oft wie moeglich eingepackt werden. Da haben wir einmal natuerlich den Karton, dann ist jedes Kuchenstueck aber nochmal extra eingepackt. Und wenn man die Folie dann aufmacht entdeckt man, dass der Kuchen nochmal in einer kleinen Plastikschale steckt. Und so ist das eigentlich mit vielem hier. Lieber einmal zu oft als zu wenig eingepackt. Koennte mir vorstellen, dass die Japaner ganz schoen viel Muell produzieren.
Zuletzt moechte ich euch auch meinen juengsten Versuch die Schoenheit der naechtlichen Tokyoter skyline in Pixel zu bannen natuerlich nicht vorenthalten.

Sonntag, 21. Oktober 2007

六本木(Roppongi)


Ein kleines update vom Wochenende. Am Samstag, bzw. eigentlich schon Sonntag, weil wir uns um 12 getroffen haben, war ich mit der Conni und der Tabita in Roppongi. Letztere hat im Uebrigen zuletzt weiter abgenommen und sieht, wenn das ueberhaupt moeglich ist, noch besser aus, als zuvor.
Ist wirklich sehr nett in Roppongi und einiges los. Es stehen auch ueberall sehr nette Damen rum, die fuer einen geringen Unkostenbeitrag diverse Dienste anbieten ;-). Ein Highlight war jedoch definitiv die Taxifahrt vom Mogambo (Vorgluehen) zum Muse (tanzen). Ich glaub der Taxifahrer hatte auch seinen Spass mit den akai gaijin. Im Mogambo hatte die Tabita nach Jahren der Vorbereitung und des Sparens die Glocke gelaeutet: Lokalrunde! Damit wurde sie in die "Hall of fame" aufgenommen, das heisst ein Polaroid-Photo von ihr (naja, Conni und ich sind auch drauf) gemacht, dass demnaechst an der Decke des Mogambo zu bewundern sein wird. Vielleicht schafft sie es ja sogar noch in den illustren Kreis der "1000 shots"-Spendierer aufgenommen zu werden. 30 hast Du schon Tabita, go for it!!!! Dafuer gibt es dann sogar eine gravierte Plakette an der Wand.
Als ich dann wieder daheim war, stand die Sonne schon ein ganzes Stueck ueber dem Horizont, daher gestaltete sich mein Sonntag eher etwas verschlafen. Hab aber nochmal zwei Photos mit dem netten Blick den man vom Wohnheim auf die Stadt hat aufgenommen.


Mit den Nachtaufnahmen das klappt leider noch nicht ganz so gut, aber vielleicht hilft euch das naechste Bild um zu erahnen, dass der Blick von meinem Balkon auf das naechtliche Tokyo wirklich sehr ansprechend ist.

So, und ein paar Wenigen von Euch, habe ich ja schon erzaehlt, dass die Japaner bei meinem "Bad" wirklich eine Meisterleistung des Platzsparens vollbracht haben. Leider kommt das bei den Videos die ich gemacht habe nicht halb so gut rueber wie es in Wirklichkeit ist. Aber auch hier hilft das folgende Video vielleicht Euch eine Ahnung von dem zu verschaffen wie beengend das selbst fuer Leute wie mich zugeht.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Ich habs mal wieder geschafft!


Kaum etwas mehr als eine Woche hier und schon bin ich als Vielfrass verschrien. Ich haette das ja gar nicht mitbekommen, haette nicht Yokota-san waehrend des japanischen Gespraechs einen komischen Seitenblick in meine Richtung geworfen und "muri, muri, muri" gesagt. Da musste ich dann doch nachfragen. Nach grossem zoegern haben die Jungs dann zugegeben, dass sie sich darueber unterhalten haben, dass sie mir zutrauen wuerden ein legendaeres, riesiges Schweinegericht zu verputzen an dem sie bisher alle gescheitert sind. Vielleicht sollte ich nicht immer die Schuesseln blitzeblank leer essen, aber irgendjemand muss ja fuer das gute Wetter sorgen ;-).
Da faellt mir ein, damit ihr auch mal eine Vorstellung habt wer "meine Jungs" eigentlich sind, gibts an dieser Stelle schonmal drei Bilder:



Da haben wir von oben nach unten meinen Tutor Fukushima-san, Sakoh-san und den Doktoranden Yokota-senpai!

Digicam gekauft!

So, gestern habe ich es getan. Ich hab mich in den japanischen Mediamarkt begeben und mir eine Digicam gekauft. Boese Zungen wuerden behaupten, dass ich mir da ein Frauenmodell zugelegt habe. Was soll ich sagen, das geringe Gewicht und das Handtaschenformat haben mich einfach ueberzeugt ;-). Leider bin ich noch nicht so ganz fit was die Einstellungen anbetrifft und im Lieferumfang war leider nur die japanische Bedienungsanleitung enthalten. Aber auf der anderen Seite lese ich Bedienungsanleitungen ja eh nie und klicke lieber immer einfach rum.
Heute moechte ich euch jedenfalls schonmal 2 halbwegs geglueckte Aufnahmen praesentieren.

Viele Leute beschaeftigt ja doch ab und an die Frage "Wie sieht eigentlich eine japanische Tastatur aus?". Hier also nun die gar nicht ganz so spektakulaere Antwort. Eigentlich sieht es nicht viel anders aus als eine englische Tastatur. ABER: man kann irgendwo umschalten und dann gelten die Hiragana-Symbole rechts unten auf den Tasten. Ueber der Tastatur seht ihr noch ein Stueckchen von meinem Bildschirm, nur dass ihr mal seht, warum es mir manchmal schwer faellt mich zurechzufinden.Um Euch zu zeigen, dass ich wirklich fast noch in Downtown Tokyo wohne, habe ich heute morgen mal ein Photo von meinem Balkon aus gemacht. Ist echt toll, ich wohne geradeso, dass es etwas ruhiger und idyllischer ist, kann aber trotzdem bequem in 20-30 Minuten nach Shibuya reinlaufen. Bilder von Shibuya werde ich denke ich mal heute abend machen. Fuer die die sich ein bisschen auskennen: In Shibuya gibt es diese krasse Kreuzung, die man aus dem Fernsehen kennt. Ist echt grossartig wenn sich die Menschenmassen darueberwaelzen. Besonders clever: man kann die Kreuzung auch diagonal ueberqueren!! Das kann dann auch mal so aussehen: