Dienstag, 4. Dezember 2007

Karaoke rocks!!!!

Ich brauch ja wohl nicht erwaehnen, dass ich wiedermal ein aeusserst ereignisreiches Wochenende hinter mir habe. Zum Beispiel war ich am Freitag zum allerersten Mal Karaoke singen. Erstmal im vertrauten kleinen Kreis mit Oliver und Rene, damit ich mich nicht gar so blamiere.

Wie sich herausstellte ist der Rene aber schon ein richtiger Pro, und er hat auch schon eine ganze Menge japanischer Songs drauf. Hier mal ein kleiner Eindruck davon:

Ich hab versucht, das Video zu drehen, bin aber am japanischen Moviemaker gescheitert. Sorry, da muesst ihr halt den Kopf ein bisschen drehen.
Das absolute Highlight war aber der Sonntag. Da war ich mit Oliver und seinem Sprachkurs in der Naehe von Shinjuku unterwegs.





Da haben wir uns dann ein traditionell japanisches Konzert angetan. War schon interessant, so mit den anderen Instrumenten und den tollen Gewaendern und Masken der Taenzer. Aber irgendwie sind meine europaeischen Ohren doch nicht so ganz dafuer gemacht. Ich fand das dann doch irgendwann etwas monoton und langweilig.


Nachdem wir uns dann bei all-you-can-eat-yakiniku gestaerkt hatten (90min - inklusive Softdrinks fuer 1280 Yen pro Nase, das sind ca. 8 Euro) ging es dann wieder in die Karaoke-Box. Die Location hat mir auch wesentlich besser gefallen, als die in der wir das erste mal waren. Zum einen war die Inneneinrichtung viel ansprechender, mit vielen blinkenden Lichtern und so ;-) Und die Songauswahl war auch wesentlich groesser. Da hatten sie dann naemlich sogar auch Bullet for my Valentine und so Zeug. Und die ganzen Klassiker von Offspring. Und Master of Puppets!!!!!



Ach, fast haette ich es vergessen. Auf dem Weg zum Restaurant sind wir am ersten 100 Yen Shop der Welt vorbeigekommen und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben unagi probiert. Die Friends-Liebhaber unter Euch wissen, dass das der Zustand of absolute mental awareness ist. ;-) Alle anderen kennen es wahrscheinlich eher (sowie auch Rachel) als eine Art Sushi - naemlich mit Aal.


So, als letztes gibt es dann noch ein paar weiter vermischte Sachen, die mir am Wochenende vor die Kamera gehuepft sind.
Nummer 1 ist der groesste Zeppelin der Welt mit dem man Touristenfluege ueber Tokyo machen kann.

Nummer 2 ist eine Handyladestation.

Und abschliessend haben wir noch einen Friseursalon, der nicht nur einen coolen Namen hat, sonder darueberhinaus auch sehr aussergewoehnliche Oeffnungszeiten.

Das ist ein Friseursalon in Shibuya und der ist mir deshalb aufgefallen, weil ich da schon mehrmals zur fortgeschrittener Stunde vorbeigekommen bin und immer jemandem die Haare geschnitten wurden. Auf jeden Fall gut zu wissen, vielleicht will ich mir ja auch mal um 4 Uhr morgens die Haare schneiden lassen ;-)

Donnerstag, 29. November 2007

Der Markus laesst sich ja gar nicht lange bitten...

So bin ich zu Euch. Nach nur 2 positiven Rueckmeldungen die Bellydancevideos hochzuladen, leiste ich Euren Forderungen folge:



Eine Bitte habe ich noch. Wenn ihr Kommentare schreibt, dann unterschreibt doch bitte. Weil sonst steht da nur Anonym und ich weiss nicht, von wem der Kommentar ist. Ein dickes Dankeschoen an Ebru, Manu und Hassan, die sich in dieser Beziehung vorbildlich verhalten haben.
Ach und noch was. Hat jemand von Euch versucht mich letzte Nacht anzurufen? Also bei Euch war es da ca. 6 Uhr abends. Falls ja bedenkt doch bitte, dass ich Euch 8 Stunden vorauslebe.

Dienstag, 27. November 2007

留学生のための地震防災セミナー

So, am Montag habe ich alles ueber Erdbeben und Tsunamis gelernt. Dort wurden wirklich sehr viele hilfreiche Hinweise gegeben. Zum Beispiel, dass das richtige Verhalten bei einem Erdbeben sehr von der Situation abhaengt. Schocker, das haette ich nicht erwartet!!!! Oder, dass ich mir keine Sorgen machen muss, weil Japan ein hervorragendes Fruehwarnsystem hat, dass mir 10 Sekunden Zeit laesst mich auf die Sekundaerwelle vorzubereiten. Vorrausgesetzt ich schaue gerade Fernsehen und hoere den Erdbebenjingle. Das ist im Uebrigen ein richtiger "gute Laune"-Jingle: Juhuuu, Erdbebeeeeeeeeeen!!! Ole, ole!!

Der Prof hat uns mit einem staendigen Honigkuchenpferdgrinsen alles ueber Erdbeben und Tsunamis erklaert.

Das war unsere Uebersetzerin.

Alpha-Reis. Nur Wasser dazugeben und in einer Stunde hat man ein leckeres Reisgericht. Geschmacksrichtung Seegras.

Tja, da schaut ihr. Der Markus ist jetzt zertifizierter Erdbebenbescheidwisser.
Lustigerweise hat es in der Nacht von Montag auf Dienstag gleich mal wieder ein Erdbeben gegeben. Aber nichts wildes, gerade genug, dass ich wieder aufgewacht bin. Und dann hab ich mich natuerlich gefragt ob ich das nach dem Seminar einfach nur getraeumt habe, oder ob es tatsaechlich gewackelt hat.
-an MOM: Bitte nicht weiterlesen-
Was mich ein bisschen beunruhigt hat war, dass, als ich den Jungs aus meinem Lab erzaehlt habe, dass ich zu diesem Seminar gehen moechte, sie mir gesagt haben: "Ja, geh da mal ruhig hin, das waere vielleicht nicht schlecht, weil wir im schwaechsten Gebaeude auf dem ganzen Campus untergebracht sind". Na, da kommt doch Freude auf!!

weitere Bilder vom Wochenende

Am Samstag war ich dann nochmal auf dem Komaba-Festival. Auf dem Weg zur 食堂 (Mensa) muss man naemlich eh zwangslaeufig einmal ueber den Campus. Da bin ich dann auch ueber eine kulinarische Spezialiaet der besonderen Art gestolpert:

Wenn mir jemand sagen kann, was genau das besondere an einer BAYERNwaffel ist bin ich fuer jeden Hinweis dankbar. Eine Google-Suche hat jedenfalls 0 Treffer ergeben und dass Waffeln eigentlich aus Belgien kommen steht sogar auf der japanischen Wiki-Seite. Schade, dass ich immer noch so gut wie kein Japanisch rede, sonst haette ich gerne Mal gefragt, wie sie auf den Namen gekommen sind.
Aber wo wir gerade beim Thema Bayern sind, guckt mal was der Markus auf der Getraenkekarte im "Hub" entdeckt hat:

In Deutschland hatte ich die ja noch nie in 0,33er-Flaschen gesehen. Aber das ist wirklich ein Originalimport. Ueber das deutsche Etikett mit den Inhaltstoffen ist naemlich die japanische Uebersetzung nur draufgeklebt. Interessant fand ich aber, dass man in Japan zwar normalerweise generell ein Glas bekommt, nur zum Paulaner gabs keins. Weizen aus der Flasche? Waffeln aus Bayern? Da hapert es noch ein bisschen am kulturellen Austausch, scheint mir! Masskruege haben sie zwar auch keine, dafuer aber folgendes:

So, und zum Abschluss nochmal drei Bilder aus dem taeglichen Leben. Einmal der Versuch Euch die japanische Mode etwas naeher zu bringen und dann ein weiterer Beweis dafuer wie platzsparend Japaner bauen koennen.


Fashion, die 1.!

Ha, beinahe haette ich es vergessen. Der Rene hat mal ganz unauffaellig ein Photo von einer eher sogar fast noch konservativ gekleideten Japanerin gemacht, das er mir freundlicherweise zur Verfuegung gestellt hat.

Natuerlich leider nur von hinten, direkt haben wir uns immer noch nicht rangetraut. Aber wir werden natuerlich weiter versuchen, Schnappschuesse der japanischen Mode zu sammeln. Und vielleicht fallen ja irgendwann doch mal alle Hemmungen: すみません、しゃしんをとってもいいですか。Wahrscheinlich faenden sie das noch toll und wuerden extra fuer uns posieren ;-)

Montag, 26. November 2007

Olivers Geburtstag und das Komaba Festival

Hallo meine Lieben! Die letzten Tage waren mal wieder sehr ereignisreich. Ich fange mit meiner Berichterstattung mal letzten Donnerstag an. Da waren wir in einem 400 Yen Restaurant, sprich: alles kostet 400 Yen. Abgesehen von den kulinarischen Gaumenfreuden gibt es zwei Dinge ueber die ich an dieser Stelle sprechen moechte:
1. Ist es fuer mich immer wieder befremdlich Hakenkreuze als Dekorationsobjekte zu sehen:

2. Bingooooooooo! Ich haette das ja nie fuer moeglich gehalten, aber wir haben tatsaechlich gewonnen, und das nach nur 3 Runden an Getraenken!! Und dafuer gab es immerhin 5000 Yen.

Aber keine Angst, das Restaurant ist daran nicht Bankrott gegangen, wir haben trotzdem noch ordentlich Geld liegen lassen. Aber es war ja auch Olivers Geburtstagsparty, da ist das schon okay. Und er hat dann ja auch die komplette Rechnung uebernommen, bis auf die 5000 Yen, das war dann sozusagen unser Geburtstagsgeschenk. An dieser Stelle dafuer auch nochmal ein dickes DANKE!
Am naechsten Tag war dann Feiertag, und im Gegensatz zu den durchgeknallten Japanern aus meinem Lab habe ich es vorgezogen an diesem Tag nicht in der Uni zu erscheinen. Da bin ich doch lieber auf das Komaba Campus Festival gegangen. Die Uni Tokyo hat drei Campusse/Campi/Camparis: Hongo(da bin ich), Komaba(da wohne ich) und Kashiwa (da ist die Conni). Und das ganze Wochenende war auf dem Komaba-Campus eben high life. Und ein paar besondere in Pixel gebannte Schmankerl moechte ich Euch dann auch praesentieren. Da waere zum Beispiel zunaechst meine neue Lieblingsband. Den Namen habe ich leider nicht herausfinden koennen, aber die Saengerin hat ja sooooo eine Engelsstimme ;-)

Und die Schlagzeugerin war ja so kawaii!!!!! Zum einen war es die einzige, die ihr Instrument wirklich beherrscht hat, und es ist schon witzig, wenn so ne kleine knuddelige Japanerin hinter dem Drumkit verschwindet.

Dann gab es auch noch ein Taiko-Konzert und eine Bauchtanzperformance. Die Videos sind aber zu gross zum Hochladen, das mache ich vielleicht mal, wenn ich viel Zeit habe. Und auch nur wenn das Feedback dementsprechend gross ist. Ich moechte naemlich an dieser Stelle auch erwaehnen, dass es jetzt fuer alle moeglich sein muesste Kommentare zu verfassen. Nutzt diese Gelegenheit doch bitte, freue mich ueber alle Kommentare!
Aber ein Photo der Belly Dance Gruppe habe ich euch als kleinen Vorgeschmack schon mal hochgeladen.

Und dann gibt es noch ein Photo, dass ich Euch nicht vorenthalten moechte. Wenn ihr euch die Grossausfuehrung dieses Bildes anschaut, dann koennt ihr vielleicht lesen, was da im Fenster geschrieben steht.

大学にいって,働いて、生きていくのは何のため?
Fuer die, die der japanischen Sprache nicht maechtig sind, hier die ungefaehre Uebersetzung : "Studieren, Arbeiten, Leben: fuer was?"
(Und fuer diejenigen, die der Japanischen Sprache maechtig sind: hat jemand ne bessere Uebersetzung parat?) Kein Wunder, dass die Selbstmordrate in Japan so gross ist, bei dieser Grundeinstellung. Dieser Satz wurde dann auch ziemlich bald nachdem ich das Photo gemacht hatte abgehaengt ;-)
Das wars leider fuers erste, da ich mein Kabel vergessen habe und der Rest der Bilder noch auf meiner Kamera ist. Aber keine Angst, Fortsetzung folgt...

Montag, 19. November 2007

Es ist mal wieder Zeit...

...fuer den Bericht vom Wochenende. Diesmal mit einem wirklich kulturellen Schwerpunkt. Also zumindest tagsueber am Samstag. Da war Foreign Student Dingsbums Day im 東京国立博物館. Alle auslaendischen Studenten hatten an diesem Tag freien Eintritt, und diese Chance haben wir uns natuerlich nicht nehmen lassen und haben uns vier Stunden lang im groessten Museum Japans aufgehalten.





Da gab es wirklich einiges zu sehen, aber wie das mit Museen halt so ist, irgendwann ist die Aufnahmefaehigkeit und das interesse einfach erschoepft.
Abends ging es dann wiedermal nach .... genau: Roppongi.
Diesmal hing das Tabita-spendiert-30-Shots-Photo dann auch an der Decke.

Gut, das ist jetzt wirklich eine extreme Kurzfassung der Geschehenisse, aber es ist ja auch nichts wirklich aussergewoehnliches passiert. Dafuer praesentiere ich doch zum Abschluss noch zwei kleine Schmankerl. Zunaechst mein Outing als Terri:

Und dann fuer all jene von Euch, die vielleicht nach Japan kommen wollen, ein kleines Bild zur Vorbereitung auf das was Euch hier unter Umstaenden erwartet, wenn ihr hier aufs Klo gehen wollt.

Und beim naechsten Mal gibt es das Bedienpanel zu meiner Klimaanlage. Damit ihr wisst, warum ich trotzdem nachts frieren muss ;-)