Donnerstag, 15. November 2007

Man kann wirklich alles mit Staebchen essen!

Leider, leider, leider hatte der Markus gestern beim Mittagessen seine Digi nicht dabei. Da gab es naemlich mal ein richtiges Novum, und zwar in mehrerlei Hinsicht. Gestern war ich mit den Jungs aus meinem Lab zum ersten Mal in einem Fischrestaurant. Nicht nur, dass ich da einen komplette Fisch vorgesetzt bekommen habe, also inklusive Kopf, Schwanz und Innereien. Ich hab den dann komplett mit Staebchen auseinandergenommen. War ein bisschen bloed fuer die Jungs, weil sie halt ewig auf mich warten mussten, aber aller Anfang ist halt schwer. Bis ich die Graeten raushatte war das Essen schon kalt. Und natuerlich galt es trotzdem noch einige Bruchstuecke und Eingeweide vom Fleisch zu trennen. Aber hey, wenn ich aus Japan zurueckkomme bin ich da bestimmt Experte. Ich haette dieses denkwuerdige Ereignis aber wirklich zu gerne photographisch festgehalten, war denk ich ein lustiger Anblick, wie ich unbeholfen mit den Staebchen im Fisch rumgestochert habe ;-)

Mail aufs Handy

Tja, das mit der Mail aufs Handy klappt noch nicht ganz so wie ich mir das vorgestellt habe. Trotzdem an dieser stelle natuerlich ein dickes Dankeschoen an meine Versuchskaninchen.
Also folgendes: Wenn ihr mir eine Mail an marstronaut@softbank.ne.jp schreibt werde ich in jedem Fall benachrichtigt. Der Text ist dann aber leider nicht immer dabei. Und leider habe ich die Systematik hinter mit/ohne Text noch nicht herausfinden koennen. Wuerde mich aber trotzdem freuen, wenn ihr mir mails nicht nur an meine "normale" Mailadresse schreiben wuerdet, sondern auch an die Handyadresse. Manchmal klappt das ja auch. Und dann will ich natuerlich so cool wie alle Japaner in der Metro sitzen und an meinem Handy rumspielen. ;-)

Montag, 12. November 2007

Ob ihr es glaubt oder nicht ...

... ich habe diesmal ein verhaeltnismaessig relaxtes Wochenende gehabt. Am Freitag abend gab es die offizielle Willkommensparty im Wohnheim mit sehr viel leckerem japanischen Essen. Nach der Party gab es dann noch einen gemuetlichen sit-in in Florians (<- Franzose) Zimmer mit einer Flasche Rotwein die er auf der Party hatte mitgehen lassen. Also hatten wir ja eigentlich dafuer bezahlt ;-)
Am Samstag waren wir (Conni, Tabita und ich) mit 美穂子(Mihoko: die Japanerin die uns letztes Wochenende im Starbucks angesprochen hatte) Yakitori essen. Da hab ich gemerkt, dass man da durchaus aufpassen muss, denn es gibt echt leckere Spiesse und dann welche die mich nicht so umhauen. Die Japaner essen wie es scheint ja doch mal ganz gerne knorpeliges oder fettiges Fleisch. Klar, ich hatte da jetzt nicht so das Problem mit, aber wenn ich die Wahl hab...
Am Sonntag war ich dann nochmal mit ein paar Jungs in der Stadt und habe ansonsten einfach mal entspannt. So ein Wochenende war auch mal noetig, um mein Schlafdefizit aufzuarbeiten. Heute Nacht habe ich auf meinem Schlafkonto allerding leider schon wieder Miese gemacht, aber es hat sich wie immer gelohnt. Gregori hatte einen Insidertip fuer eine Shishabar in Shimokitazawa erhalten. War nicht zu leicht zu finden, aber als wir dort waren haben uns die Auswahl, die Preise und das selfmade-Ambiente sofort ueberzeugt.




Donnerstag, 8. November 2007

Hardcoresightseeing Part II

Tag 2 des MegaTouriWochenendes begann in Shibuya, also gleich bei mir ums Eck. Da hab ich mir dann endlich mein Handy kaufen koennen. Hat mich nur knapp 30 Euro gekostet, das fand ich ziemlich fair. Ist ja ein Prepaid-Handy. In der Wartezeit, in der meine Personalien ueberprueft wurden, haben wir dann mal kurz bei der Miss Keio Wahl vorbeigeschaut.

Als wir uns darauf geeinigt hatten, dass die Linke eindeutig die huebscheste ist, ging es wieder zurueck zur Shibuya-Crossing. Wir sind extra in den Starbucks hochgegangen, dass ich Euch folgendes Video praesentieren kann:

Naechste Station war Harajuku und der Meiji-Schrein. Da am Samstag Feiertag war, war es da ganz schoen ueberlaufen. ABER dafuer waren auch ganz viele kleine japanische Maedels im Kimono unterwegs. Das hat mit einem Fest zu tun, dass sich schichigosan (siebenfuenfdrei) nennt. Das ist zwar eigentlich erst am 15. November, aber wie es scheint haben das ein paar Familien vorgezogen. Und jetzt guckt mal was eine suesse Kleine mir da vor die Linse gehuepft ist.

Ich glaub die war die Haupttouristenattraktion an dem Tag. Sie war aber auch sehr professionel und hat sich geduldig, sowohl von ihrer Mutter als auch vielen Auslaendern fotographieren lassen.
Auf dem Rueckweg zur Bahnstation wollten wir dann eigentlich die Performance von "Primeaddict" geniessen, die dann aber leider durch die Polizei aufgeloest wurde.


Dann wurde es auch schon hoechste Zeit zum Tokyo Tower zu fahren, dem japanischen Aequivalent des Eifel-Turms. Dazu brauch ich eigentlich auch gar nicht viel sagen, sondern kann die Bilder fuer sich sprechen lassen.






Den Abend haben wir dann nach einem Abendessen in Shibuya wiedermal in Roppongi verbracht. Vergeglueht wurde wieder im Mogambo, dann ging es zunaechst weiter ins Matrix und dann ins Gaspanic. Das gute an japanischen Clubs ist, dass sie wenig oder gar keinen Eintritt kosten. Das schlechte ist, dass man, wenn man nicht immer ein Getraenk in der Hand hat, auch mal aufgefordert wird zu gehen. Im Gaspanic hatten wir sogar einen Sitzplatz und da mussten wir dann alle 10 Minuten fuer mindestens 1000 Yen bestellen. Das kann sich ueber so einen Abend dann ganz schoen zusammenlaeppern.
Um 5 Uhr haben wir dann die erste Bahn genommen, weil wir ja unbedingt zum Fischmarkt wollten. An der Station haben wir dann die Bahnbeamten gefragt, ob wir denn hier richtig seien. Und die haben wie wild genickt, und gemeint, ja einfach da die Treppe hoch und dann immer geradeaus. Zwischendrin haben wir dann nochmal eine aeltere Dame gefragt. Auch die hat uns bestaetigt, dass wir auf dem richtigen Weg seien. Dann kam jedoch ihr grosses ABER.

ABER DER HAT HEUTE ZU. Grossartig, da hatten wir uns also die ganze Nacht um die Ohren geschlagen, waren durch die halbe Stadt gefahren, nur um dann vor verschlossenen Toren zu stehen!
Ich denke ich brauche nicht explizit darauf hinweisen, dass ich den gesamten Sonntag geschlafen habe ;-)

Ein absolutes DON'T

Solltet ihr mal nach Japan kommen, dann macht nicht den gleichen Fehler wie ich, und bestellt Euch ein Bier zum Mittagessen. Die haben sich alle kaputt gelacht und Sakoh-san hat sogar ein Photo gemacht. Dann kam natuerlich die unvermeindliche Frage, ob ich denn auch zum Fruehstueck Bier trinken wuerde. Die Gelegenheit habe ich dann natuerlich genutzt um den Jungs mal zu erklaeren, was ein "Fruehshoppen" ist.

Mittwoch, 7. November 2007

Hardcoresightseeing Part I

Okay, dann fang ich mal mit der Berichterstattung vom letzten Wochenende an. In diesem Fall hatte das schon am Freitag begonnen. Michael Schlottke (Lufti im Fachpraktikum) war aus Seoul zu Besuch. Eine gute Gelegenheit um das komplette Touriprogramm an einem Wochenende abzureissen.
Begonnen haben wir am Sensouji. Conni war da ja auch noch nicht und ich hab ihn mir gerne auch noch ein zweites Mal angeschaut. Schon allein weil es dort das beste Takoyaki gibt. Und das sieht so aus:

Im Prinzip sind das Teigbaellchen mit tako(Oktopuss)-stueckchen drin. Besonderer clue beim Takoyaki am Sensouji ist, dass zusaetzlich auch noch ebi(Schrimps) reingepakt wird. Sehr lecker, und die "lebenden" Fischflocken obendrauf sind doch auch immer wieder nett anzusehen ;-)
Nach diesem Fruehstueck ging es dann weiter in den Ueno Park. Dort haben wir viele Dinge gesehen von denen wir nicht wussten was sie darstellen sollen ;-)



Akihabara (Electric Town) stand als naechstes auf dem Programm, fand ich aber eher mittelmaessig spannend. Eigentlich wollte ich mir da mein Handy kaufen. Wir sind dann da auch ein ganzes weilchen auf der Suche nach dem SoftBank-Shop rumgeirrt. Und wenn Du die Leute nach dem SoftBank-Shop fragst, wissen die ja nicht wovon Du redest, selbst wenn sie ganz gross SoftBank auf ihrer Jacke stehen haben. Da muss man schon nach Sofuto Banku fragen, sonst wird das nichts. Als wir den Shop dann gefunden hatten, hatte ich jedenfalls die Faxen dicke und ich hab beschlossen, das am naechsten Tag in Shibuya zu erledigen, weil ich wusste, dass die Leute dort auch Englisch sprechen.
Nach Akihabara ging es weiter nach Downtown Tokyo.



Auch wenn es an dem Tag etwas bewoelkt war, hat mir dieser Teil von Tokyo doch recht gut gefallen. Eigentlich sind wir da ja auch nur durchgelaufen um zum Imperial Palace zu kommen. Leider hatten wir etwas Pech, denn an diesem Tag durften wir nicht mehr rein. Hab dennoch ein recht schoenes Photo machen koennen, welches Erahnen laesst, dass das ein sehr schoenes Plaetzchen fuer einen Spaziergang ist.

Letzte Station des Tagestrips war Ginza. Auf dem Weg dorthin sind wir durch einen kleinen oeffentlichen Park gelaufen in dem wir dann auch unser im Kombini (Convinient Store) erworbenes Mittagessen verspeist haben.

Abendessen gab es dann spaeter in Ginza. Da hatte der Michael ein bisschen Pech, denn nachdem alle anderen Restaurants bei denen wir nachgefragt hatten voll waren, sind wir durch Zufall in einem Koreanischen Restaurant gelandet. Und billig war das Essen dort auch nicht gerade. Vielleicht noch eine kleine Randbemerkung: in Korea isst man mit Metallstaebchen. Eine sehr interessante Erfahrung, denn Metallstaebchen sind ja von Haus aus etwas "rutschiger" als Holzstaebchen. Gluecklicherweise waren die Staebchen in diesem Restaurant etwas geriffelt, so dass ich ess geschafft habe meine Klamotten nicht in eine Speisekarte zu verwandeln.


Ach und eines haette ich ja fast vergessen: Im staabaa (Starbucks) in Ginza hat uns die Japanerin am Nebentisch auf einmal angesprochen: "Entschuldigen sie bitte. Kommen sie aus Deutschland?" (also, das hat sie auf Deutsch gesagt) Tja, da sieht man es wiedermal. Es gibt auch Japaner(innen) die ihre angeborene Schuechternheit ueberwinden, weil sie jede Gelegenheit nutzen wollen um ihr Englisch zu ueben. Und so haben wir uns mit ihr noch ein ganzes Weilchen auf Englisch unterhalten. Deutsch war bei ihr wohl schon zu lange her, das hat sie sich nicht mehr zugetraut. Naechstes Wochenende gehen wir (Conni, Tabita & ich) uebrigens mit Mihoko (so heisst sie) japanisch Essen. Ein bisschen Englisch reden, etwas Japanisch ueben und vielleicht auch ein bisschen Deutsch, wenn sie moechte.

Da ich meine Ehre in Gefahr sehe, moechte ich auf eines hinweisen: Auch wenn es auf dem Bild nicht so aussieht, aber ich bin groesser als Mihoko (glaub ich zumindest)!! ;-)
Uebrigens auch sehr schoen auf dem Bild zu erkennen: die elegante Japanerin von heute traegt Trenchcoat. Das erinnert mich, dass ich auch immer schonmal etwas darueber schreiben wollte, wie die Japanerinnen so rumlaufen. Aber dazu muss ich mal ein paar Bilder machen. Nur trau ich mich immer nicht, einfach so hinzugehen und zu fragen: "Aeh Entschuldigung, duerfte ich Sie mal photographieren" Aber ich arbeite daran, ich muesste eigentlich nur mal in Shibuya in die Runde photographieren. Nur so viel: Obwohl Herbst ist, tragen die Frauen Miniroecke, die so Mini sind, dass die Bezeichnung Rock eigentlich gar nicht zutreffend ist ;-)

Montag, 5. November 2007

Ich komme ja gar nicht mehr hinterher...

...mit dem Berichterstatten. Letztes Wochenende war durchaus ereignisreich. Doch zunaechst moechte ich heute noch ein paar Kleinigkeiten abarbeiten, die im Lauf der Zeit liegengeblieben sind. Da waere zum Einen das Beweisphoto, dass die Grundreinigung, die anscheinend in meinem Wohnheimszimmer durchgefuehrt wurde, nichts an der Tatsache aendern konnte, dass sich die Kakerlaken dort richtig wohl fuehlen:

Und das sind nur 2 der 5 Klebefallen die ich aufgestellt hatte. Gut, ich muss ja auch ehrlich zugeben das in den Anderen nicht ganz so reges Treiben herrschte. Ich hoffe ich hab die jetzt alle erwischt. Ich habe ja zusaetzlich auch Fallen mit Langzeitgift aufgestellt, das sollte den Viechern doch ein fuer alle Mal den Garaus machen.
Was Thema Nummer zwei anbetrifft moechte ich Euch zunaechst ohne Worte die Bilder praesentieren:


Haeh, denkt der Markus etwa darueber nach Vater zu werden? Ist da vielleicht schon ein Kind im Anmarsch? Schaut er sich deshalb nach Kinderwagen und Stramplern um? Weit gefehlt meine Lieben! Der Markus war im Hundefachgeschaeft. Was ihr da seht, sind alles unabdingliche Accessoires fuer den vierbeinigen besten Freund des Menschen. Und mal ehrlich, wer koennte bei diesen strahlenden Farben widerstehen. Ich frage mich, wie die Menschheit es bisher geschafft hat, ohne diese Dinge auszukommen.
So, fuer heute ist leider auch schon wieder Schluss, da ich noch meine Alien Registration Card abholen muss. Otherwise, you will be subject to penalty. Da kennen auch die Japaner keinen Spass. Aber ihr koennt Euch schon auf viele atemberaubende Bilder und witzige Videos freuen. Ich sage nur lebendes Essen und Fussgaengerzone/Hauptverkehrsstrasse!