Weniger als 1% der Japaner sind Christen. Dementsprechend war ich etwas ueberrascht als ich ueber obigen Aushang am schwarzen Brett gestolpert bin. Zugegeben, mein Japanisch koennte ein paar zusaetzliche Trainingseinheiten gut vertragen. Aber mit der Bibel? Warum nicht gleich "Japanisch lernen mit der japanischen Verfassung"? Ich fand die Bibel schon auf Deutsch immer etwas unverstaendlich und sehr anstrengend zu lesen. Dementsprechend fand ich ja auch das Angebot "Deutsch lernen mit der Bibel" der christlichen Gruppen in Stuttgart immer etwas mutig. Und mit Japanisch funktioniert das doch bestimmt gleich gar nicht. Die ist doch bestimmt mit Kanjis geschrieben, da brauch ich ja pro Zeile eine Stunde bis ich das verstanden habe. Da finde ich das Konzept "Japanisch lernen mit Mangas" doch schon sehr viel vielversprechender ;-). Sollte ich auch noch ueber das Angebot "Japanisch lernen mit dem Koran" stolpern, werde Euch natuerlich umgehend informieren.
Donnerstag, 25. Oktober 2007
Bibelkreis
Weniger als 1% der Japaner sind Christen. Dementsprechend war ich etwas ueberrascht als ich ueber obigen Aushang am schwarzen Brett gestolpert bin. Zugegeben, mein Japanisch koennte ein paar zusaetzliche Trainingseinheiten gut vertragen. Aber mit der Bibel? Warum nicht gleich "Japanisch lernen mit der japanischen Verfassung"? Ich fand die Bibel schon auf Deutsch immer etwas unverstaendlich und sehr anstrengend zu lesen. Dementsprechend fand ich ja auch das Angebot "Deutsch lernen mit der Bibel" der christlichen Gruppen in Stuttgart immer etwas mutig. Und mit Japanisch funktioniert das doch bestimmt gleich gar nicht. Die ist doch bestimmt mit Kanjis geschrieben, da brauch ich ja pro Zeile eine Stunde bis ich das verstanden habe. Da finde ich das Konzept "Japanisch lernen mit Mangas" doch schon sehr viel vielversprechender ;-). Sollte ich auch noch ueber das Angebot "Japanisch lernen mit dem Koran" stolpern, werde Euch natuerlich umgehend informieren.
Mittwoch, 24. Oktober 2007
Field trip
Gestern habe ich an einem Fieldtrip zum AIST (National Institue of Advanced Industrial Science and Technology) teilgenommen. Waere sicherlich hoellisch interessant gewesen, wenn vielleicht ein bisschen mehr Englisch gesprochen worden waere. Aber die Japaner sind in dieser Beziehung halt ein bisschen wie die Franzosen ;-). Photos habe ich leider auch nicht so viele, weil a) vieles nicht photographiert werden durfte und b) wir uns dort wo man dann photographieren durfte nur kurz aufgehalten haben. Als ich dann einen Sproessling des Baumes photographiert habe, der Newton zu seiner Gravitationstheorie ispiriert hat, haette mich dei Gruppe fast abgehaengt.
So, und jetzt war der Ryu (eigentlich Ryudo, aber ich soll Ryu sagen weil das einfacher ist) auch mal wieder da, so dass ich Euch ein update zur Gruppenzusammensetzung "meiner Jungs" geben kann. Ryu (links im Bild) ist uebrigens ein sehr geiler Name wie ich finde, das heisst naemlich Drache.
Vielleicht mag ich Ihn auch deshalb besonders gerne. Ausserdem hat er sich meinen Respekt auch dadurch verdient, dass er eine wirklich bildhuebsche Freundin hat, die nicht nur 3 Jahre aelter ist als er, sondern darueberhinaus auch noch die Kohle nach Hause bringt ;-)
Natuerlich koennte es aber auch damit zusammenhaengen, dass er mir aus Osaka Bananenkuchen mitgebracht hat ;-). Hehe, man muss naemlich gar nicht in Japan rumreisen, um in den Genuss verschiedener lokaler Spezialitaeten, man kann einfach auch andere fuer sich arbeiten lassen.
So, an dem Bild koennt ihr auch ganz schoen eine weitere Eigenart der Japaner erkennen: Alles muss so oft wie moeglich eingepackt werden. Da haben wir einmal natuerlich den Karton, dann ist jedes Kuchenstueck aber nochmal extra eingepackt. Und wenn man die Folie dann aufmacht entdeckt man, dass der Kuchen nochmal in einer kleinen Plastikschale steckt. Und so ist das eigentlich mit vielem hier. Lieber einmal zu oft als zu wenig eingepackt. Koennte mir vorstellen, dass die Japaner ganz schoen viel Muell produzieren.
Zuletzt moechte ich euch auch meinen juengsten Versuch die Schoenheit der naechtlichen Tokyoter skyline in Pixel zu bannen natuerlich nicht vorenthalten.
Sonntag, 21. Oktober 2007
六本木(Roppongi)
Ein kleines update vom Wochenende. Am Samstag, bzw. eigentlich schon Sonntag, weil wir uns um 12 getroffen haben, war ich mit der Conni und der Tabita in Roppongi. Letztere hat im Uebrigen zuletzt weiter abgenommen und sieht, wenn das ueberhaupt moeglich ist, noch besser aus, als zuvor.
Ist wirklich sehr nett in Roppongi und einiges los. Es stehen auch ueberall sehr nette Damen rum, die fuer einen geringen Unkostenbeitrag diverse Dienste anbieten ;-). Ein Highlight war jedoch definitiv die Taxifahrt vom Mogambo (Vorgluehen) zum Muse (tanzen). Ich glaub der Taxifahrer hatte auch seinen Spass mit den akai gaijin. Im Mogambo hatte die Tabita nach Jahren der Vorbereitung und des Sparens die Glocke gelaeutet: Lokalrunde! Damit wurde sie in die "Hall of fame" aufgenommen, das heisst ein Polaroid-Photo von ihr (naja, Conni und ich sind auch drauf) gemacht, dass demnaechst an der Decke des Mogambo zu bewundern sein wird. Vielleicht schafft sie es ja sogar noch in den illustren Kreis der "1000 shots"-Spendierer aufgenommen zu werden. 30 hast Du schon Tabita, go for it!!!! Dafuer gibt es dann sogar eine gravierte Plakette an der Wand.
Als ich dann wieder daheim war, stand die Sonne schon ein ganzes Stueck ueber dem Horizont, daher gestaltete sich mein Sonntag eher etwas verschlafen. Hab aber nochmal zwei Photos mit dem netten Blick den man vom Wohnheim auf die Stadt hat aufgenommen.
Mit den Nachtaufnahmen das klappt leider noch nicht ganz so gut, aber vielleicht hilft euch das naechste Bild um zu erahnen, dass der Blick von meinem Balkon auf das naechtliche Tokyo wirklich sehr ansprechend ist.
So, und ein paar Wenigen von Euch, habe ich ja schon erzaehlt, dass die Japaner bei meinem "Bad" wirklich eine Meisterleistung des Platzsparens vollbracht haben. Leider kommt das bei den Videos die ich gemacht habe nicht halb so gut rueber wie es in Wirklichkeit ist. Aber auch hier hilft das folgende Video vielleicht Euch eine Ahnung von dem zu verschaffen wie beengend das selbst fuer Leute wie mich zugeht.
Donnerstag, 18. Oktober 2007
Ich habs mal wieder geschafft!
Kaum etwas mehr als eine Woche hier und schon bin ich als Vielfrass verschrien. Ich haette das ja gar nicht mitbekommen, haette nicht Yokota-san waehrend des japanischen Gespraechs einen komischen Seitenblick in meine Richtung geworfen und "muri, muri, muri" gesagt. Da musste ich dann doch nachfragen. Nach grossem zoegern haben die Jungs dann zugegeben, dass sie sich darueber unterhalten haben, dass sie mir zutrauen wuerden ein legendaeres, riesiges Schweinegericht zu verputzen an dem sie bisher alle gescheitert sind. Vielleicht sollte ich nicht immer die Schuesseln blitzeblank leer essen, aber irgendjemand muss ja fuer das gute Wetter sorgen ;-).
Da faellt mir ein, damit ihr auch mal eine Vorstellung habt wer "meine Jungs" eigentlich sind, gibts an dieser Stelle schonmal drei Bilder:
Da haben wir von oben nach unten meinen Tutor Fukushima-san, Sakoh-san und den Doktoranden Yokota-senpai!
Digicam gekauft!
So, gestern habe ich es getan. Ich hab mich in den japanischen Mediamarkt begeben und mir eine Digicam gekauft. Boese Zungen wuerden behaupten, dass ich mir da ein Frauenmodell zugelegt habe. Was soll ich sagen, das geringe Gewicht und das Handtaschenformat haben mich einfach ueberzeugt ;-). Leider bin ich noch nicht so ganz fit was die Einstellungen anbetrifft und im Lieferumfang war leider nur die japanische Bedienungsanleitung enthalten. Aber auf der anderen Seite lese ich Bedienungsanleitungen ja eh nie und klicke lieber immer einfach rum.
Heute moechte ich euch jedenfalls schonmal 2 halbwegs geglueckte Aufnahmen praesentieren.

Viele Leute beschaeftigt ja doch ab und an die Frage "Wie sieht eigentlich eine japanische Tastatur aus?". Hier also nun die gar nicht ganz so spektakulaere Antwort. Eigentlich sieht es nicht viel anders aus als eine englische Tastatur. ABER: man kann irgendwo umschalten und dann gelten die Hiragana-Symbole rechts unten auf den Tasten. Ueber der Tastatur seht ihr noch ein Stueckchen von meinem Bildschirm, nur dass ihr mal seht, warum es mir manchmal schwer faellt mich zurechzufinden.
Um Euch zu zeigen, dass ich wirklich fast noch in Downtown Tokyo wohne, habe ich heute morgen mal ein Photo von meinem Balkon aus gemacht. Ist echt toll, ich wohne geradeso, dass es etwas ruhiger und idyllischer ist, kann aber trotzdem bequem in 20-30 Minuten nach Shibuya reinlaufen. Bilder von Shibuya werde ich denke ich mal heute abend machen. Fuer die die sich ein bisschen auskennen: In Shibuya gibt es diese krasse Kreuzung, die man aus dem Fernsehen kennt. Ist echt grossartig wenn sich die Menschenmassen darueberwaelzen. Besonders clever: man kann die Kreuzung auch diagonal ueberqueren!! Das kann dann auch mal so aussehen:
Heute moechte ich euch jedenfalls schonmal 2 halbwegs geglueckte Aufnahmen praesentieren.
Viele Leute beschaeftigt ja doch ab und an die Frage "Wie sieht eigentlich eine japanische Tastatur aus?". Hier also nun die gar nicht ganz so spektakulaere Antwort. Eigentlich sieht es nicht viel anders aus als eine englische Tastatur. ABER: man kann irgendwo umschalten und dann gelten die Hiragana-Symbole rechts unten auf den Tasten. Ueber der Tastatur seht ihr noch ein Stueckchen von meinem Bildschirm, nur dass ihr mal seht, warum es mir manchmal schwer faellt mich zurechzufinden.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Anmerkung ou -> langes o
Vielleicht eine Anmerkung fuer alle die der japanischen Sprache gar nicht maechtig sind. Ich hab jetzt schon ein paar mal ou geschrieben, z. B. in Gyouza. Das heisst dann aber nicht Gjo-uza sondern Gjooooooooooosa. Ein z steht bei den Japanern fuer ein weiches s. Anderes Beispiel, der Tempel vom Sonntag: sensoooooooooooji!
すごく美味しいですよ!
Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Das Essen hier ist ja so geil!
Ich weiss gar nicht wie die (meisten) Japaner es schaffen, so schlank zu bleiben. Heute gab es bei mir Gyouza. Zugegeben, das kommt eigentlich aush China, wird aber auch in Japan sehr gerne gegessen. Ich wuerde das mal mit Doener vergleichen, das ist ja sozusagen auch ein deutsches Gericht ;-) Gyouza sind jedenfalls sowas aehnliches wie Maultaschen, und ja sowas von lecker. Dazu gab es fritiertes Huenchen, eine Suppe, einen Beilagensalat und eine riesige Schuessel mit Reis. Kostenpunkt: 780 Yen, nach Tageskurs ca 4,70 Euro. Und ich bin ja sowas von vollgestopft! Oh mann, im Moment ist das Essen echt immer mein Ueberhighlight des Tages. Sollte echt aufpassen, sonst werde ich ein paar Extrapfunde mit zurueck nach Deutschland bringen.
Sollte Euch jedenfalls jemand mal verklickern wollen, dass Japan ja soooo teuer sei, dann glaubt ihm bitte kein Wort!! Bedingt durch den starken Euro und den schwachen Yen ist das hier wirklich das Paradies. Einzige Ausnahme stellen Schokolade, Muesli, Haribo und "richtiges" Brot dar. Ich fahre jeden Tag eine halbe Stunde mit der Metro quer durch die Stadt, und das fuer 240 Yen, ca. 1,50 Euro. In Stuttgart bin ich unter 1,85 fuer eine Fahrt von ein paar Minuten ja nie weggekommen. Wer nicht so sehr auf qualitativ hochwertige Produkte bedacht ist, fuer den ist ドンキホーテ(don kihoute) das wahre Paradies. Der Ladenerinnert mich immer ein bisschen an NanuNana, nur dass es dort wirklich ALLES gibt, eben auch Nahrungsmittel, Moebel, Digitalkameras und und und...Nur ein bisschen enger und noch viel bunter, schriller und lauter.
Heute morgen hatte ich meine erste Japanischstunde. War jetzt nicht so spektakulaer. Ich habe mich ja fuer den Anfaengerkurs entschieden, von daher war das eher alles ein alter Hut. Neben einem Haufen Asiaten gab es in dem Kurs sogar 3 weitere Europaer. Eine Daenin, eine Tschechin und sogar eine Deutsche. Kontaktfreudiger sind aber irgendwie die Chinesen. Vielleicht muss ich meine Meinung ueber dieses Voelkchen doch nochmal revidieren. Der Kurs findet dreimal die Woche statt mit jeweils verschiedenen Lehrern. Nabatame-sensei, die Donnerstagslehrerin ist jedenfalls eine "richtige" Japanerin und macht ihre Sache echt gut. So eine enthusiastische, immer strahlende Lehrerin haette ich mir in der Schule mal gewuenscht. Die ueberschlaegt sich immer foermlich vor Lob. Vor allem schafft sie es aber mit einem Minumum an Englisch auszukommen, und trotzdem versteht man immer was sie meint.
Die Digitalkamera ist in Arbeit und dann gibt es auch viel mehr Bilder und ihr muesst Euch nicht durch meine langen Texte durchquaelen. Hab mir von Tabita schon den japanischen Mediamarkt(Big Kamera) zeigen lassen. Muss mich nur noch entscheiden, was ich eigentlich brauche und haben will. Mit einer Produktberatung auf japanisch koennte ich ja doch nichts anfangen.
Abonnieren
Posts (Atom)